Hurra, das Wurzel-Baby ist da!

Ja, und das schon seit 12  Wochen.

Eigentlich wollte ich mich schon früher zurückmelden, aber eine Angina hat mich ausgenockt. Und zwar so heftig, dass ich wegen des hohen Fiebers und der schlechten Blutwerte gleich mal 5 Tage im Spital verbringen musste.

Aber jetzt ist Gott sei Dank wieder alles in Ordnung und Oma, Opa und Papa haben sich super um die beiden Mädels gekümmert. Da ich beim Wurzel-Baby, wie schon beim Wurzelinchen, schon im Spital beginnen musste zuzufüttern und meine Milch trotz oftmaligem Anlegen nicht mehr geworden ist, war sie das Fläschchen gewöhnt und somit war mein Krankenhausaufenthalt kein Problem. Auch das Wurzelinchen hat es toll gemeistert – beide Krankenhausaufenthalte.

Jetzt haben wir noch den Sommer und den Urlaub des Wurzel-Papas genossen und jetzt mit Schulstart melde ich mich wieder zurück!

 

Und jetzt ist sie schon drei Monate!

Ja, es ist ein Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Nun steht schon die Taufe vor der Türe und das kleine Fräulein trägt schon Größe 62/68. Ich muss dazu sagen, dass wir alle groß sind :-).

Jeden Tag tut sich etwas Neues. Sie lächelt, plaudert, … – so schön!

 

 

Aber wie ist es jetzt eigentlich mit 2 Kindern?

 

Trotz dieser gesundheitlichen Probleme, hat sich unser Alltag schon ganz gut eingespielt.

Am Anfang war ich wieder überwältigt wie klein so ein Neugeborenes ist – man vergisst es wirklich. Und das größere Kind erscheint auf einmal wirklich noch größer. Das Wurzelinchen ist schon viereinhalb und kann schon vieles selbstständig machen. Die Hilflosigkeit eines kleinen Säuglings ist schon wieder eine Umstellung, aber auch wieder wunderschön. So klein, so süß und sie riechen so gut. 🙂

Ja, die etwas schlaflosen Nächte hatte ich auch schon vergessen … Aber man gewöhnt sich sehr schnell wieder daran (müde ist man aber trotzdem ;-).

 

Und was ist neu mit 2 Kindern?

Multitasking in einer neuen Dimension …

Manchmal wären 4 Hände praktisch ;-).

Gleichzeitig Baby-Füttern und Schinkensemmel herrichten oder

das größere Kind in den Schlaf kuscheln und dabei das kleinere schaukeln und versuchen die Blähungen zu beruhigen

oder morgens halbwegs pünktlich das Haus verlassen und das ältere Kind vor dem Morgenkreis in den Kindergarten bringen

… 😉

Alles irgendwie möglich, aber manchmal bekommt man ein bisschen einen Stress und manchmal verliert man leicht die Geduld mit dem älteren Geschwisterchen. Und auch das ältere Geschwisterchen will manchmal nicht warten und wird ungeduldig. Aber das gehört dazu.

Das Wurzelinchen ist aber sehr geduldig und hat mit ihren viereinhalb Jahren schon viel Verständnis. Ich bin selbst oft überrascht. Sie macht das echt toll.

 

Manche Abläufe müssen sich einfach erstmal neu einspielen und sind zu Beginn oftmals chaotisch. Das Wurzelinchen ist ein paar Mal erst um 21 Uhr ins Bett gekommen – ich kann mich ja nicht teilen und natürlich muss ich mich um das Baby zuerst kümmern. Aber das hat sich jetzt schon gut eingespielt. Das Wurzel-Baby hat am Abend nun meist immer zur gleichen Zeit Hunger und somit ist alles nun planbar :-).

 

Liebe …

Die Liebe wird wirklich mehr.

Die Mutter- und Vaterliebe, aber auch die Geschwisterliebe. Ich werde nie den Moment vergessen als das Wurzelinchen das Wurzel-Baby zum ersten Mal gesehen hat. Da war so viel Freude und Liebe im Blick und ich war so glücklich, denn ich war mir nicht sicher wie sie reagieren würde. Und auch im Alltag gibt es viele Bussis für das kleine Geschwisterchen – das freut das Mutterherz.

Ich bemühe mich auch sehr das Wurzelinchen immer miteinzubeziehen. Sie darf ihr Schwesterchen (mit meiner Hilfe) halten, füttern, beim Wickeln helfen – das macht ihr Freude und sie fühlt, dass sie sehr wichtig für ihre Schwester ist.

Wenn sie „zurückstecken“ oder warten muss, dann gibt es auch mal eine „Belohnung“. Letztens beispielsweise ging es sich nicht aus ihr am Abend ein Buch vorzulesen weil das Wurzel-Baby schon früher als erwartet Hunger bekommen hat – dafür haben wir am nächsten Tag 2 Bücher gelesen.

Besonders schön ist es, dass die große Schwester der kleinen Schwester nun ein „Gute-Nach-Buch“ vorliest: „Wie kleine Tiere schlafen gehen“. Sie kann das Buch auswendig und erzählt es ihr so herzig, dass ich jedes Mal dahinschmelze – das sind wirklich ganz besondere Mutter-Momente.

Und ganz besonders schön ist es zu sehen wie auch das Wurzel-Baby seine große Schwester liebt – sie strahlt sie immer an wenn sie ins Betterl hineinschaut – wunderschön.

 

 

Größer werden …

Das Wurzelinchen ist in so vielerlei Hinsicht größer geworden.

Sie schläft seit einigen Wochen in ihrem eigenen Zimmer – einfach so. Eines Abends sagte sie: „Ich schlafe heute in meinem Zimmer.“ Und das hat sie dann auch getan. Das hat sich wirklich von einem Tag auf den anderen geändert. Ich fand die Umstellung fast schwieriger als das Wurzelinchen – ich mochte es sehr, dass sie bei mir im Bett geschlafen hat. Aber ich freue mich natürlich auch wieder, dass der Wurzel-Papa nun nicht mehr auswandern muss :-).

Sie sorgt sich um ihr Schwesterchen – wenn sie in den Kindergarten geht sagt sie, dass ich gut auf das Wurzel-Baby aufpassen soll – das finde ich so wunderschön.

Wow, da waren so viele Momente in denen ich mir gedacht habe „Wow, ist sie groß geworden!“

 

Aber auch noch klein sein …

Manchmal möchte sie aber noch klein sein und kann sich nicht allein anziehen, möchte ihr Töpfchen haben, möchte gefüttert werden, …

Ja, auch das gehört dazu. 🙂

Ich bemühe mich dafür Verständnis zu haben – gelingt oft, aber nicht immer …

 

Ja, soviel einmal zu unserem neuen Leben zu Viert. Ihr hört nun wieder öfter von mir!!

 

Alles Liebe, 

 

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