Kindliche Ängste: Ursachen, Symptome und Lösungen!- Teil 3: Was sind „Konditionierte Ängste“?

Nach den „Realängsten“ und den „magischen Ängsten“ möchte ich euch heute mehr über die „Konditionierten Ängste“ und die „Frei flottierenden Ängste“ (Ängste ohne ersichtlichen Grund) erzählen.

 Konditionierte Ängste

Diese Ängste entstehen durch positive oder negative Erfahrungen die Kinder im Laufe ihres Lebens machen. Oftmals verbinden sie dann einen Ort mit einer negativen Erfahrung und haben davor Angst.

Geht ein Kind beispielsweise erst zum Zahnarzt, wenn es ein Loch hat, wird es den Zahnarzt mit dem negativen Erlebnis des Bohrens verbinden und möglicherweise in weiterer Folge Angst vor dem Zahnarzt haben. War es allerdings vorher schon öfters zur Kontrolle dort, hat das Kind schon positive Erfahrungen mit dem Zahnarzt gesammelt und wird die negative Erfahrung des Bohrens leichter wegstecken und in weiterer Folge keine oder nur wenig Angst vor dem Zahnarzt haben.

Besonders schwerwiegend ist, dass oft schon eine einmalige negative Erfahrung ausreicht um eine Angst zu entwickeln und es sehr schwierig und langwierig ist diese auch wieder zu löschen.

Vor unangenehmen Erfahrungen kann man Kinder leider nicht immer bewahren und manchmal entwickelt sich aus einer solchen eine konditionierte Angst. Hier muss man das Kind unterstützen und ihm helfen wieder positive Erfahrungen in dieser angstauslösenden Umgebung oder Situation zu sammeln.

 

Die „frei flottierende Angst“

Diese entsteht oft völlig ohne Grund und ist besonders im 3. und 4. Lebensjahr häufig. Kinder können sich beispielsweise vor einem Stofftier oder einer Figur fürchten, oder aber auch vor der Klospülung.

Das sind unbewusste Prozesse die meist von selbst wieder verschwinden. Als Eltern sollte man akzeptieren, dass das Kind ein gewisses Ding oder eine Situation, wie die Klospülung, vermeiden möchte und sie nicht dazu zwingen sich dem zu stellen. Das kann für ein Kind sehr belastend sein.

Verstärken sich gewisse Ängste und werden zu Phobien (vor Spinnen, vor dem Überqueren einer Brücke, …) sollte man mit einem Psychologen sprechen.

 

Im letzten Teil der Serie über kindliche Ängste möchte ich euch Möglichkeiten zeigen euer Kind in Phasen der Angst zu unterstützen.

 

Ängste Teil 1

Ängste Teil 2 

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